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Subjekte Menschen können nur als Menschen sein, indem sie einander Subjekte sind. |
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| Subjekte |
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Wenn die Welt so wäre, wie
sie aussieht, brauchten wir nur hinzusehen, GlossarSchon lange habe ich mit vorgenommen, meine Art
der Verwendung vor allem übergreifender Termini in einem Glossar
darzulegen. Daran hat mich bisher mein Streben nach Vollständigkeit
gehindert. Nun habe den „Mut zur Lücke“ gefasst, auch wenn diese Lücke
zunächst noch sehr groß sein wird. Sie soll aber stetig kleiner werden. Abbild, ideelles: Ideelle Abbilder, Ideen sind die spezifische Form, die individuelle ←psychische Abbilder erhalten, wenn sie gesellschaftlich werden. Dazu müssen sie in ←Zeichen oder anderen Gegenständen einer ←Kultur ausgedrückt und durch die Mitglieder der Gesellschaft angeeignet werden. Beim Übergang in die ideelle Form des ←Begriffs verlieren die psychischen Abbilder ihre sinnliche (anschauliche) Komponente, die sie durch Wahrnehmung erworben haben. Bei der individuellen Nutzung eines Begriffs wird dem ideellen Bild die verlorene individuelle sinnliche (anschauliche) Komponente wieder hinzugefügt. So stellt sich der eine unter dem Begriff „Regelkreis“ eine Aquarienheizung, ein anderer eine Toilettenspülung vor. Abbild, psychisches: Psychische Entität, die durch Verifizierung psychischer ←Konstrukte entstehen und ←Gegenstände abbilden. Die Verifizierung erfolgt in der Tätigkeit durch deren Erfolg. Psychische Abbilder können anschaulich sein, wenn die ←Wahrnehmung in die Verifikation einbezogen wird. Abstraktes: Das Abstrakte bildet in der Methode des ←Aufsteigens das historisch-genetisch Ursprüngliche, Embryonale ab. Das Abstrahieren als Erkenntnisverfahren richtet sich darauf, das dem jeweils gegebenen Vorausgehende, seinen historisch-genetischen Ursprung aufzudecken. Aufsteigen...:
Das Aufsteigen vom Abstrakten zum
←Konkreten
(
Bedeutung: Die
Termini „Sinn“ und „Bedeutung“ bezeichnen die Beiträge, die Entitäten zur
Erhaltung von Subjekten leisten. Sinn und Bedeutung sind Prädikate, die
den Entitäten von Subjekten verliehen werden. Ohne Subjekte hat (in der Welt der Objekte) nichts
einen Sinn und nichts eine Bedeutung. Sinn und Bedeutung haben Entitäten
immer nur in Bezug auf ein Subjekt. Ein und dieselbe Entität hat für die
verschiedenen Subjekte einen jeweils anderen Sinn und eine jeweils andere
Bedeutung. Da diese Ausdrücke zweistellige Relationen bezeichnen, dürfen
sie nie einstellig, d.h. ohne Bezug auf das zweite Glied verwendet werden.
Erst das zweite Glied macht einen Term vollständig und verleiht ihm einen
verifizierbaren Bezug. Begriff: ←Ideelles Abbild, das in meist sprachlichen ←Zeichen (Wörtern, Termini) ausgedrückt ist. Begriff ist die Relation zwischen Zeichen und Abbild. „Zeichen“ und „Abbild“ sind selbst Glieder von Relationen und damit mehrstellige Begriffe. Abbilder, die in Zeichen ausgedrückt werden, sind deren ←Bedeutung. Der ←Sinn eines Zeichens ist der Gegenstand, der in der Bedeutung abgebildet wird.
Bezeichnen: Das Bezeichnen ist eine
Form der
←Zuschreibung. Mit der Zuordnung eines Zeichens wird dem bezeichneten
Objekt auch das Abbild zugeschrieben, das im Zeichen ausgedrückt wird. Das
geschieht mit der Floskel „ist“ oder „sind“. Auf diese Weise können einem
Objekt einerseits verschiedene Abbilder zugeschrieben werden, andererseits
kann es in verschiedenen Objektmengen (Klassen) eingeordnet werden. So
kann die Floskel „sind“ im Ausdruck „Lebewesen sind
selbsterhaltende Systeme“ bedeuten, dass Lebewesen Elemente der Klasse
selbsterhaltender Systeme sind. Sie kann auch bedeuten, dass den Lebewesen
die Merkmale zugeordnet werden sollen, die im
←Erklärungsprinzip „selbsterhaltendes System“ abgebildet werden.
- Was jeweils gemeint ist, muss gewöhnlich aus dem Kontext erschlossen
werden.( Bivalenter Begriff: Bivalente Begriffe sind so definiert, dass sie zur Beschreibung von Entitäten unterschiedlicher Bereich der Realität widerspruchsfrei benutzt werden können. In der Anthropologie spielen beispielsweise Begriffe eine Rolle, die sowohl zur Beschreibung tierischer als auch menschlicher Verhaltensweisen benutzt werden können. Solche Begriffe sind beispielsweise die Begriffe „Tradierung“ und „Werkzeuggebrauch“. Bivalente Begriffe sind wie viele multivalente Begriffe systemtheoretischer Natur, die den vorwiegend funktionellen Aspekt einer Entität abbilden. Begriffe, die so definiert sind, dass sie nur für einen Bereich der Realität gelten, sind univalent. Unabhängig von ihrem Gültigkeitsbereich können alle Begriffe auch metaphorisch gebraucht werden. Code neuronaler: Manche ←Nervenzellen können auf ihre „Melodie“ (die Struktur ihrer Ereignisfolgen) die „Melodien“ anderer Nervenzellen „aufmodulieren“, sie codieren diese. Dadurch können sie die Informationen (die subjektive ←Bedeutung der Melodien) anderer Nervenzellen übernehmen, leiten und weitergeben. Empirismus ist das erkenntnistheoretische Konzept, das die psychischen Entitäten als Abbilder der Gegenstände der ←Realität betrachtet, der in Bezug auf die Abbilder Priorität zugeschrieben wird. In diesem Erklärungsprinzip bilden die psychischen Abbilder die Realität ab. Auch die Theorie, nach der die psychischen Abbilder die Realität widerspiegeln, benutzt dieses Erklärungsprinzip. Die psychischen Abbilder entstehen in dieser Auffassung im Ergebnis der gegenständlichen Einwirkung der Realität und sind Widerspiegelung dieser Realität. Diese Denkfigur liegt auch der marxistischen Erkenntnistheorie zugrunde, die auch Grundlage der tätigkeitstheoretischen Psychologie ist. Auch wenn beide im Unterschied zum klassischen Empirismus den aktiven und schöpferischen Charakter der Widerspiegelung betonen, die in der Tätigkeit (Praxis) und durch sie erfolgt. Marxistische Erkenntnistheorie und Tätigkeitstheorie behaupten, dass die Widerspiegelung aktiv sei. Diese Aktivität der Widerspiegelung ist jedoch ein additives und kein strukturelles Element beider Theorien. Sie ist deklarativ, nicht konstitutiv.
Erkenntnis
ist die sich in der Zeit erhaltende, bestehende gesellschaftliche
Erkenntnis. Sie umfasst die Gesamtheit des Wissens, das eine gegebene
Gesellschaft in der Sprache und anderen Zeichen, in tradierten
Verhaltensweisen, Werkzeugen und anderen Gegenständen und Formen ihrer
Kultur besitzt ( Erklärung: Ein Ereignis der Realität ist erklärt, wenn es in einem Erkenntnissystem widerspruchsfrei abgebildet und mit Worten und anderen Zeichen dieses Erkenntnissystems so beschrieben werden kann, dass die praktischen und geistigen Bedürfnisse der Gesellschaft befriedigt werden. Die Erklärung schließt ein, dass das Ereignis und seine Veränderungen vorausgesagt werden kann. Erklärungsprinzip:
Erklärungsprinzip bezeichnet die Funktion, die eine Theorie oder ein
Begriff für eine
andere Theorie oder einen anderen Begriff erfüllen kann. Diese andere
Theorie oder der andere Begriff ist die
←Gegenstandsbeschreibung. Es bestimmt den Rahmen, in dem eine Gegenstandsbeschreibung möglich ist. Das Erklärungsprinzip kann nicht aus
der Gegenstandsbeschreibung abgeleitet werden, für die es
Erklärungsprinzip ist.
Es
ist dieser vielmehr vorausgesetzt. Das hat es mit dem Paradigma gemeinsam.
(←Sapir-Whorf-Hypothese).
Im
Unterschied zum Begriff des Paradigmas enthält der Begriff der
Erklärungsprinzips keine subjektive Komponente. Jedes Erklärungsprinzip
kann aber für eine wissenschaftliche Gemeinschaft auch zum Paradigma
werden. Forschen ist die
Tätigkeit einzelner Mitglieder oder Gruppen der Gesellschaft, durch die
neue Erkenntnisse (←) entstehen, Erkenntnisse, durch welche die bereits
vorhandene gesellschaftliche Erkenntnis erweitert, präzisiert oder
korrigiert wird. Dabei ist es unerheblich, ob diese Tätigkeit
"naturwüchsig" oder in einer gesellschaftlich organisierten Form ausgeübt
wird. Jeder Mensch forscht naturwüchsig, wenn er z.B. neue Menschen kennen
lernt und an diesen Eigenschaften entdeckt, die vor ihm noch keiner
bemerkt hat, oder indem er bei einem Spaziergang aktuelle Veränderungen
einer Landschaft bemerkt. Indem er dies anderen Menschen mitteilt, trägt
er auch zu Bereicherung der gesellschaftlichen Erkenntnis bei. Forschen
ist wie Lernen notwendige Komponenten des einheitlichen
Erkenntnisprozesses der Gesellschaft. Für den Fortschritt der
gesellschaftlichen Erkenntnis ist also das Forschen genau so bedeutsam wie
das Lernen.( Funktion: Der Begriff der Funktion bildet ein zweistelliges, d.h. relatives Prädikat ab. Zweistellige Prädikate kommen Entitäten nur in Bezug auf etwas Anderes zu. Die Funktion eines Systems resultiert nicht aus seinen Eigenschaften oder den Eigenschaften seiner Komponenten, sondern wird ihm von einem unabhängig von ihm existierenden Subjekt zugewiesen. Subjekte sind selbsterhaltende Systeme. Sowohl die Komponenten des Systems selbst als auch Entitäten außerhalb des Subjekts können Beiträge zur Selbsterhaltung des Subjekts leisten. Der Beitrag einer Entität zur Selbsterhaltung eines Subjekts ist deren Funktionen für das Subjekt. Gegenstand: Teil der Umwelt eines Subjekts, das ein Bedürfnis eines Subjekts befriedigt, indem es seiner Selbsterhaltung dient. Die Anforderungen der Selbsterhaltung eines Subjekts an seine Umwelt sind seine Bedürfnisse, die in der ←Tätigkeit befriedigt werden. Gegenstände der ←Erkenntnis befriedigen Erkenntnisbedürfnisse. Gegenstandsbeschreibung: Jede wissenschaftliche Untersuchung eines Gegenstandes soll eine objektive Beschreibung ihres Gegenstandes liefern. Die Gegenstandsbeschreibung erfordert ein begriffliches und terminologisches System, das zu dieser Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes benutzt wird. Das ist das ←Erklärungsprinzip für diese Gegenstandsbeschreibung. Es der der Gegenstandsbeschreibung vorausgesetzt und gibt ihren Rahmen und die möglichen Ergebnisse vor. Handlung ist eine autonome Aktion lebender Individuen, die der Erhaltung der Sozietät (Art, Population, Horde, Rudel usw.) dient, der das Individuum als Mitglied angehört. Das handelnde Individuum ist Mitglied der Sozietät (Artgenosse), und die Handlung richtet sich auf Mitglieder der Sozietät (Artgenossen). Infolgedessen kann das handelnde Individuum den Erfolg der Handlung nicht selbst bewerten. Das Kriterium der Bewertung von Handlungen ist nicht individuell, sondern sozial. Es wird (genetisch, durch Prägung oder kulturell) vererbt. Information, objektive: Über die gespeicherte →sinnliche Information ordnet das Subjekt auch externen Ereignisfolgen Informationen zu. Externe (reale) Prozesse und deren Melodien (Muster), haben folglich keine eigenständige „objektive“ Information, sondern nur die Information, die ihnen von einem Subjekt in der Tätigkeit zugeschrieben wurde. Im Begriff der objektiven Information wurde vom Bezug zum Menschen ebenso abstrahiert wie im Begriff der objektiven →Realität.
Information, psychische:
Mit(
Kausalitätsparadigma:
Das Kausalitätsparadigma ( Konkretes: Das Konkrete bildet in der Methode des ←Aufsteigens das historisch- genetisch Abgeleitete, Entwickelte ab. Das “Konkretisieren“ ist darauf gerichtet, die Entwicklung des Gegenstandes von seiner ursprünglichen, embryonalen zu seiner entwickelten, voll, ausgebildeten Form zu erfassen. Konstrukte sind psychische Entitäten, die das Subjekt zur Steuerung seiner ←Tätigkeit hervorbringt. Das Konstrukt wird durch das Bedürfnis bestimmt und ist ein hypothetisches Bild des Gegenstandes dieses Bedürfnisses. Durch den Erfolg der Tätigkeit wird das hypothetische Bild verifiziert und zum ←psychischen Abbild des Gegenstandes. Mit Sinnesorganen ausgestattete Subjekte können die ←Wahrnehmung an der Verifizierung des Konstrukts beteiligen. Das psychische Abbild wird anschaulich. Konstruktivismus
ist das erkenntnistheoretische Konzept, das ( Kultur: Kultur ( Lernen ist die Tätigkeit,
durch welche sich die Mitglieder der Gesellschaft bereits bestehende oder
durch Forschen entstandene neue Erkenntnisse aneignen. Dabei ist es
unerheblich, ob diese Tätigkeit "naturwüchsig" oder in einer
gesellschaftlich organisierten Form ausgeübt wird. Jeder Mensch eignet
sich naturwüchsig ständig gesellschaftliches Wissen durch Lernen an, sei
es beim Lesen von Büchern oder Zeitungen oder z.B. im Werbefernsehen, in
dem er die Segnungen neuer Produkte erfährt. Beim Lernen wird das
angeeignete Wissen vom Individuum nicht auf Übereinstimmung mit der
Realität (Wahrheit) überprüft, sondern auf seine Übereinstimmung
mit der bestehenden Erkenntnis (Richtigkeit). Lernen ist wie
←Forschen notwendige Komponenten des einheitlichen
Erkenntnisprozesses der Gesellschaft. Für den Fortschritt der
gesellschaftlichen Erkenntnis ist also das Lernen genau so bedeutsam wie
das Forschen.(
Lernsituation: Die Lernsituation ist
das Bedingungsgefüge, in dem sich das individuelle →Lernen
vollzieht. Sie ist durch das Vorhandensein der gesellschaftlichen
→Erkenntnis charakterisiert. Nachricht, neuronale: Nervenzellen erzeugen autonom eine neuronale Ereignisfolgen (Folgen von Entladungen von Aktionspotenzialen). Diese Folge hat gewöhnlich eine Struktur (ein „Muster“, eine „Melodie“), mit der Ereignisfolgen von Tätigkeiten gesteuert werden. Der stofflich-energetische Erfolg einer Tätigkeit bestätigt die „Richtigkeit“ der Struktur dieser Ereignisfolge. Eine durch Erfolg bestätigte Ereignisfolge hat eine (positive) ←Bedeutung für das Subjekt. Diese Bedeutung ist die „Information“ der Ereignisfolge. Neuronal gespeichert kann diese Information nun erneut abgerufen (wiederholt) werden und Tätigkeiten steuern. Nachricht, sinnliche: Sinneszellen erzeugen ebenfalls autonom neuronale Ereignisfolgen, Nachrichten („Melodien“). Ihre spezifische Leistung besteht darin, Ereignisfolgen externer Prozesse (Licht, Geruch, Geräusch) auf ihre autonome Ereignisfolge („Melodie“) aufzumodulieren (zu codieren) und so zur Steuerung von Tätigkeiten einzusetzen. Dadurch können auch Strukturen von Ereignisfolgen externer Prozesse durch den stofflich-energetischen Erfolg der Tätigkeit bewertet werden und Bedeutung erhalten. Die modulierten neuronalen Ereignisfolgen können ebenfalls gespeichert werden. Sie sind die sinnliche Information des Nervensystems und machen psychische Abbilder zu sinnlichen Abbildern. Über die Sinneszellen stellt das Subjekt eine informationelle Beziehung zur Umwelt her. Natur ist ähnlich wie
←Realität das, was es „von selbst“,
unabhängig von der Tätigkeit des Menschen gibt. Auch dieser Begriff ist
ein Konstrukt. Real, wirklich ist nur die die
←Kultur,
die menschliche Welt, die Welt des Menschen. Alles, worauf wir zeigen
können, ist Kultur, die Natur können wir nur denken. Ockhams Rasiermesser: „Ockhams
Rasiermesser“ bezeichnet ein wissenschaftstheoretisches
Sparsamkeitsprinzip Es besagt, dass bei einer wissenschaftlichen Erklärung
die einbezogenen
Entitäten
nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden sollen. Operationen sind die Teile oder Abschnitte von ←Tätigkeiten oder ←Handlungen. Tätigkeiten und Handlungen sind in Operationen gegliedert. Tätigkeiten sind auf den Gegenstand des Bedürfnisses, Handlungen auf den Artgenossen gerichtet. Durch Operationen wird die Tätigkeit oder Handlung den Bedingungen der Umwelt angepasst. So müssen Hindernisse umgangen oder anders überwunden werden. Entwickelte Tiere verfügen über einen Vorrat an Operationen (Fliegen, Graben, Klettern, Verfolgen usw.), den sie zur Realisierung unterschiedlicher Tätigkeiten (Nahrungsgewinnung) oder Handlungen (Nestbau) einsetzen können. Bei arbeitsteiliger, kollektiver Tätigkeit können Operationen der kollektiven Tätigkeit (Treiben, Erlegen) auf die teilnehmenden Individuen verteilt werden. Paradigma:
Das Wort „Paradigma“ wird im Allgemeinen im Sinne von „Lehrmeinung“ benutzt.
( Realität ist das, was es wirklich, außer dem Denken gibt und worüber gedacht wird. Eine Welt ohne Realität wäre eine solipsistische Welt. Die Realität gibt es (heute) nur in Bezug auf den Menschen, der Mensch mit der Realität wechselwirkt. Eine Realität ohne Mensch ist denkbar, der Mensch ohne Realität nicht. Eine Realität ohne Mensch gibt es heute nicht wirklich. Die Realität ohne Menschen ist ein Konstrukt, eine Realität ohne Menschen existiert (heute) nicht wirklich, sondern nur als Konstrukt. Dieses Konstrukt ist aber denknotwendig, wenn auch nicht evident. Ohne dieses Konstrukt können wir auch den Menschen in der Realität nicht denken. Ohne das Konstrukt einer Realität außer dem Menschen bleibt das Menschenbild solipsistisch. Die Frage, ob es je (vor dem Menschen) eine Realität gab, kann nur durch eine Hypothese beantwortet werden. Eine Realität ohne Mensch kann nur als hypothetisches Konstrukt existieren, indem man den Menschen aus der Welt heraus denkt. Das Konstrukt „Realität ohne Mensch“ ist nicht verifizierbar, da Verifikation nur durch den Menschen erfolgen kann. Spätestens in der Verifikation muss der Mensch sich wieder in die Realität hineindenken. (Prämisse) Sachverhalte sind Konstellationen der denknotwendigen objektiven ←Realität und daher Konstrukte des Denkens. In der Verifikation werden sie zu ←Tatsachen. Sapir-Whorf-Hypothese: Die Sapir-Whorf-Hypothese ist eine kontrovers diskutierte linguistische Hypothese die besagt, dass die Art und Weise des menschlichen Denkens durch die semantische Struktur seiner Muttersprache beeinflusst oder bestimmt wird. (Wikipedia)
Sinn: Die Termini „Sinn“ und „Bedeutung“
bezeichnen Prädikate, die den Entitäten von Subjekten hinzugefügt werden.
Ohne Subjekte hat (in der Welt der Objekte) nichts einen Sinn und nichts
eine Bedeutung. Sinn und Bedeutung haben Entitäten immer nur in Bezug auf
ein Subjekt. Ein und dieselbe Entität hat für die verschiedenen Subjekte
einen jeweils anderen Sinn und eine jeweils andere Bedeutung. Da diese
Ausdrücke zweistellige Relationen bezeichnen, dürfen sie nie einstellig,
d.h. ohne Bezug auf das zweite Glied verwendet werden. Erst das zweite
Glied macht einen Term vollständig und verleiht ihm einen verifizierbaren
Bezug.Die Termini „Sinn“ und „Bedeutung“ werden in den Fachsprachen
verschiedener Wissenschaften unterschiedlich verwendet (
Tätigkeit ( Tatsachen sind im Sinne des Wortes Tat-Sachen, getane Sachen, nicht aber die Sache außer der Tat. Tatsachen sind durch die Tätigkeit geschaffene ←Sachverhalte.
Vergegenständlichung: Der
Begriff der Vergegenständlichung hat seinen Ursprung in der Philosophie.
Seine heutige Bedeutung wurde von Hegel geprägt, von wo aus er über den
Marxismus Eingang in die Umgangssprache und in verschiedene Wissenschaften
darunter auch in die Psychologie gefunden hat. Er bildet den Prozess ab,
durch den geistige Entitäten gegenständliche Gestalt annehmen. ( Wahrnehmung: Das tätigkeitstheoretische
Konzept der Wahrnehmung beruht auf dem Konzept der
←Vergegenständlichung psychischer
Bilder. Es unterscheidet sich sowohl vom empiristischen Abbildungs- und
Widerspiegelungskonzept als auch vom Konzept des Konstruktivismus ( Wikipedia: Wikipedia ist eine von Freiwilligen erarbeitete Enzyklopädie. Da die Autoren nicht als Wissenschaftler mitarbeiten, sondern auch Laien sein können, vertritt Wikipedia ausdrücklich nicht eine bestimmte philosophische oder wissenschaftliche Richtung. Sie kann also in gewissem Maße als Ausdruck der Alltagserkenntnis gesetzt werden. So wird sie gewöhnlich und auch von mir genutzt. Ihre Begriffe und Termini sind oft der umgangssprachliche Ausgangspunkt meiner wissenschaftlichen Arbeit, in der diese dann zu wissenschaftlichen Begriffen weiterentwickelt werden. Zeichen: Gegenstände der menschlichen ←Kultur, die als physische Träger von ←Bedeutungen geschaffen werden. Sprache und Schrift sind die rezenten Hauptformen der Zeichen. Abbilder, die in Zeichen ausgedrückt werden, sind deren ←Bedeutung. Der ←Sinn eines Zeichens ist der Gegenstand, der in der Bedeutung abgebildet wird. Zufall: Ein
Ereignis ist zufällig, wenn wir sein Eintreten nicht voraussagen oder auf
andere Weise
→erklären können. Der Zufall ist eine Eigenschaft der
→Erkenntnis, nicht des Ereignisses, keine Eigenschaft der
→Realität. Zuschreibung
( |
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© Dr. G. Litsche
2006
Letzte Bearbeitung:
19.05.2010